Deine Wahrheit. Deine Würde | Die Kunst, dich nicht selbst zu bescheißen | Folge 71

Beim folgenden Text handelt es sich um automatisch generierte Zeilen des von Veit Lindau eingesprochenen Podcasts. Diese wurden mit Hilfe von künstlicher Intelligenz korrigiert, sodass sie weitgehend korrekt sind. Für etwaige Fehler entschuldigen wir uns. Den Originalpodcast kannst du über die untere Player-Leiste hören.

Ich wünsche dir erst mal n ganz, ganz schönen Tag und ich freue mich, dass du eingeschaltet hast zu einer weiteren Episode in meinem Podcast Human Future Movement.Falls du heute zum ersten Mal dabei bist: Mein Name ist Veit Lindner und ich liebe das menschliche Leben und ich liebe unser Potenzial.

Und ich persönlich glaube, dass wir so gut wie alle unter unserem Potenzial leben.Um unser Potenzial zu entfalten, müssen wir manchmal den Finger in eine Wunde legen.Und das möchte ich heute gerne mit dir machen.

Das ist sone Wunde, die, glaube ich, uns alle betrifft.Du brauchst keine Angst davor zu haben, weil wenn du den Mut aufbringst, dir die anzuschauen, wird dir das ganz viel Kraft und Würde schenken.Und am Ende habe ich diesbezüglich eine Einladung an dich für das kommende Jahr.

Von meiner Seite aus die radikalste und liebevollste Einladung, die ich jemals ausgesprochen habe.Fangen wir an.Wir haben jetzt gerade, wenn du den Podcast zeitnah siehst, die Zeit vor Weihnachten.Ich weiß nicht, ob Weihnachten dir was bedeutet oder vielleicht auch nicht, aber es ist auch die Zeit, in der das Licht wieder kommt.

Ich finde das wundervoll von der Symbolik her und aus meiner Sicht ist das eine gute Zeit, um über Wahrheit zu sprechen.Das möchte ich heute gern mit dir tun.Nicht über die große Wahrheit, sondern über deine Wahrheit, deine ganz persönliche Wahrheit.

Oder anders ausgedrückt: Die Kunst, dich selbst endlich nicht mehr zu belügen.Ich weiß nicht, wie es dir geht.Das Thema ist häufig, also bei mir auch, mit Abwehr verbunden.Also manchmal fühle ich schon oder ahne ich, ich muss mir n Thema anschauen und ich merke so richtig, ich habe keinen Bock darauf.

Ich wehre das ab.Und manchmal ist es auch so, dass wir schon ahnen, wenn wir uns eingestehen müssen, dass wir an einer Stelle einfach uns selbst in die Tasche gesteckt haben, dass das mit Scham verbunden ist.

Deswegen ist es verständlich, dass du vielleicht auch erst mal das Gefühl hast, «Boah, ich habe nicht so richtig Bock auf dieses Thema».Ich habe eine Einladung an dich, und zwar: Stell dir vor, wir sitzen wirklich wie zwei Freunde zusammen.

Nicht, wir kommen nicht von Moral, wir kommen nicht von dem Punkt, hey, wir müssen ehrlich sein, sondern wir sitzen zusammen wie zwei Menschen, die beide wissen, dass sie sich schon selbst belogen haben, die das vielleicht auch wieder tun werden, aber die sich gegenseitig auf eine milde und gleichzeitig konsequente Art und Weise herausfordern, noch wahrhaftiger zu sein.

Für mich persönlich ist das auch deswegen son wichtiges Thema, weil ich sehe, dass uns unser kollektiver Schatten so langsam richtig geballt um die Ohren fliegt.Man könnte auch sagen, die Tatsache, dass die Herausforderungen, die Krisen der Menschheit immer größer werden, haben auch etwas damit zu tun, dass wir als Spezies Meister und Meisterinnen sind, uns selbst zu belügen und das seit Jahrtausenden.

Und das sammelt sich einfach über Generationen und Generationen an.Und wir tun uns selbst den guten Gefallen, damit stehen zu bleiben und genau hinzuschauen.Frage an dich, damit’s ein bisschen persönlicher wird: Wo in deinem Leben weißt du eigentlich schon länger, dass etwas für dich nicht stimmt?

Und du tust trotzdem weiter so, als wenn alles okay wäre?Gibt es so was?So, vielleicht ist das heute der Moment, wo etwas, was schon lange an die Tür anklopft, hochploppt und du sagst: «Okay, ich nutze jetzt den Podcast.

Ich schaue mir das mal an».So, wo hältst du in deinem Leben eine für dich wichtige Wahrheit aus Angst vor Konsequenzen zurück?So Angst vor dir selbst, vor dem, was da kommen könnte, Angst vor anderen Menschen, aber auch Angst vielleicht vor dem, was es für dich bedeutet in Bezug auf deine Arbeit.

Gibt es so was?Oder bist du jemand, der jeden Abend ins Bett geht und sagt: «Ich habe voll hundertprozentig meine Wahrheit gelebt».Augenzwinker, Augenzwinker.Welche kleine oder große Entscheidungen verschiebst du seit Monaten, obwohl dein Herz schon lange «Ja» beziehungsweise zu irgendeiner alten Sache «Nein» gesagt hat?

Gibt es so was?Ich möchte dich heute nicht in irgendeiner Art und Weise pushen im Sinne von: Du musst jetzt sofort etwas verändern, son im Gegenteil, ich lade dich ein, erst mal stehen zu bleiben und zu verstehen: Also Wahrheit beginnt nicht mit Veränderung, sondern Wahrheit beginnt mit unserem Mut, einfach erst mal innezuhalten und uns selbst zuzuhören.

Wenn du meine Arbeit kennst, hast du sicher schon mal was vom Gesetz der Anerkennung gehört.Das Gesetz der Anerkennung ist für mich eines der wundervollsten und eines der elegantesten.Das besagt, dass wir uns eben nicht dadurch verändern, dass wir permanent versuchen, anders zu sein, als wir sind.

Noch mal: Lass uns das wirken lassen.Wir verändern uns nicht dadurch, dass wir versuchen, jemand anderes zu sein, als wir sind, sondern Veränderung, nach der wir uns sehnen, geschieht ganz natürlich, wenn wir anerkennen, was ist.

So, das ist die Einladung von heute.Ich möchte dich einladen, anzuerkennen, was ist.Auch wenn ich dich noch nicht kenne, gehe ich davon aus, dass du ein super intelligentes und ein sehr intuitives Wesen bist.

In unseren Seminaren und Coaching gibt es immer wieder Menschen, die sagen: «Veit, ich weiß nicht, was ich wirklich will».Und dann sage ich: «Das glaube ich dir einfach nicht».Ich glaube dir, dass du dich vielleicht verwirrt hast, zum Beispiel durch ganz, ganz viel Social-Media-Konsum, zum Beispiel durch deine Zweifel.

Ich glaube dir, dass du an manchen Stellen so tust, als wenn du nicht genau wüsstest, was du willst, weil du ahnst, dass das Bekenntnis deiner Wahrheit Konsequenzen hat.Aber du bist in dir drin ein ultra intelligentes Wesen.

Es geht gar nicht anders, weil allein dein Körper ist unvorstellbar intelligent und du bist die ganze Zeit mit deinem Unterbewusstsein verbunden, was alles über dich weiß und was exakt weiß, was für dich richtig ist und was falsch ist.

So, ich möchte dich gern einladen, heute einfach mal – du musst mir das nicht glauben, aber mit dieser These in den Tag zu gehen, dass du eigentlich in der Tiefe immer genau weißt, was für dich gut ist.

Das heißt nicht, dass wir’s zwangsläufig immer umsetzen müssen, aber meine liebevolle Einladung heute mit diesem Podcast ist: Hör auf, dich zu bescheißen.Hör auf, dir einzureden, dass du’s nicht weißt.

Du kennst vielleicht deinen Zehn-Jahres-Plan nicht.Aber wenn du tief durchatmest, wenn du inhältst, wenn du deine Augen schließt, wenn du in Kontakt mit dir gehst, dann wette ich mit dir, dass sofort ’ne ganz kleine Stimme in dir weiß: «Rechts oder links lang?

Diese Beziehung tut mir gut, diese nicht und so weiter.» So, womit wir uns ganz häufig selbst irritieren und darüber möchte ich heute mit dir sprechen, sind Selbstlügen.Und ich möchte kurz differenzieren, was ich damit meine.

Wenn du mal so ganz bewusst in ’ne Fantasie gehst, so nach dem Motto: „Boah, was wäre, wenn?» Ist das keine Selbstlüge, solange du noch verbunden bist mit dem, was jetzt gerade ist.Wenn du Visionsarbeit machst, ist das auch keine Lüge, solange du noch ganz real unterscheiden kannst zwischen: «Das ist die Vision» und «das ist die Gegenwart.» Ich würde auch ’nen großen Unterschied machen, wenn ein Mensch aufgrund einer Traumatisierung als einen wirklich wichtigen Selbstschutz eine Selbstlüge aufbaut.

Zum Beispiel, keine Ahnung: Jemandem ist in seiner Kindheit wirklich was Furchtbares passiert und er hat das nicht verarbeiten können und sein Selbstschutz ist: Da stehe ich drüber.Obwohl vielleicht in ihm drin etwas zutiefst schockgefroren ist wegen dem, was damals passiert ist.

Menschen, die sich ganz stark einreden müssen, das ist schon alles genau richtig gewesen.Also davor habe ich großen, großen Respekt und das würde ich nicht als Selbstlüge, sondern als Selbstschutz bezeichnen.

So, ich möchte heute mit dir über die Situation in deinem Leben reden, in dem zumindest das Gefühl von dir schon mal ganz klar «A» sagt und du trotzdem bewusst oder unbewusst «B» wählst.Die Sache ist die: Es beginnt meist ganz klein und am Anfang fühlt sich das an wie, wie ’n Kompromiss, den wir gut tolerieren können, ja.

Also zum Beispiel, du sitzt mit Weihnachten steht ja vor der Tür und du sitzt mit deiner Familie zusammen und du weißt eigentlich ganz genau, ich müsste über dieses Thema reden.Du weißt aber auch, okay, wenn du dieses Thema ansprichst, ist der, zumindest der Scheinfrieden, der gerade da ist, erst mal am Arsch.

Also passt das grade nicht.Dann verschiebst du’s.Und du denkst, okay, machst ’ne Woche später, aber dann ist schon wieder Neujahr und du hast viel zu tun.Du denkst, jetzt passt das auch nicht und du verschiebst es und du verschiebst es und du verschiebst es.

Oder so dieser Moment, wenn wir spüren, oh, ich bin echt müde von meiner Arbeit.Ich meine jetzt nicht mal müde, sondern du merkst, so ’ne schleichende Müdigkeit kommt rein.Du kommst am Morgen nicht mehr so richtig aus’m Bett und du denkst: «Hey, das geht schon.

Das zieh ich schon noch durch, ja.» Oder vielleicht merkst du am Morgen eigentlich, du bist traurig, aber du denkst: «Nee, geht nicht.Meine Familie braucht mich oder meine Leute, meine Klienten brauchen mich.

Ich bin cool, ich ziehe mein Ding durch.» So, am Anfang fühlt sich das an wie so eine ganz, ganz kleine Mini-Lüge, die total okay ist.Aber das Problem ist, wir werden gleich noch gucken, was es in unserem Gehirn macht, dass wenn wir erst mal anfangen, diesen Pfad zu gehen, dass es ganz häufig so ist, dass wir kleine Schritte immer weiter in diese Richtung gehen und so immer weiter von unserem eigentlichen Weg, ich nenne es deinen Seelenweg, abkommen und vielleicht irgendwann mal aufwachen und uns erschrocken fragen: «Wie konnte das passieren?» Es ist eben nicht über Nacht passiert, sondern es ist das Ergebnis von ganz, ganz, ganz, ganz vielen kleinen Lügen.

Irgendwann fängt’s einfach an.Ich möchte gern noch mal sagen: Mir geht es heute überhaupt nicht um einen Zeigefinger, sondern im Gegenteil, ich möchte gern dafür plädieren, dass wir liebevoll auf Selbstlügen schauen, weil die sind erst mal, sind die zutiefst menschlich.

Und ich glaube wirklich, wir sind alle davon betroffen.So, Selbstlügen dienen unserem Schutz.Wenn wir zum Beispiel wissen, okay, eigentlich leb ich diesen einen Wert, der mir megawichtig ist, ich leb den nicht, dann wissen wir, wenn wir uns das wirklich ehrlich anschauen, dann werden wir uns sehr wahrscheinlich schämen.

Scham ist nicht gut.Oder du weißt eigentlich, okay, du müsstest deinen Job in Frage stellen.Und du weißt aber, okay, wenn du das tust, kommt Angst hoch, weil du weißt nicht, wie es weitergeht.Oder du weißt, eigentlich müsstest du deinen Partner mit ’ner bestimmten Wahrheit konfrontieren und du hast total Angst, dass der andere sagt: «Okay, sorry, dann bin ich einfach weg.» Das heißt, es ist erst mal völlig verständlich, dass wir manchmal schummeln.Dann kommt noch dazu, dass wir häufig unter’m sozialen Druck stehen, weil, ähm, Zugehörigkeit für uns, also wenn wir nicht ganz bewusst sind und wenn wir nicht tief in uns verankert sind, dann ist soziale Zugehörigkeit für uns manchmal viel wichtiger als Wahrhaftigkeit.

Okay, alle denken das, dann denke ich das einfach mit.Alle machen das, dann mache ich das alles mit, weil ansonsten fliege ich raus aus dem Rudel.Und Neurowissenschaftler haben festgestellt, dass wenn wir Liebesentzug erfahren, dass das dieselben Schmerzzentrum, Zentren in unserem Gehirn triggert, als wenn wir zum Beispiel physischen Schmerz erleiden.

Und man muss auch einfach ganz klar sagen, wir leben in einer Gesellschaft, in der es alle machen, ja.Also diese ganze soziale Mediengedöns ist voll von, von Schein und Fake, ja.Also angefangen damit, dass wir unser Müsli nicht mehr normal essen können, sondern es erstmal eine halbe Stunde garnieren, äh, dass wir uns super schminken, dass wir Filter auflegen, dass wir in Instagram oder wo auch immer nur teilen, dass, wie souverän wir sind und so weiter.

So, wenn es alle machen, wird es schon so sein.Und diese Art von Schein ist ganz häufig für uns der Eintritt in eine Gruppe, ja.Vielleicht bist du zum Beispiel schon mal in ’ner spirituellen Sangang gewesen und, äh, hast dich auch um einen Guru geschart.

Und nach ’ner Weile hat man dann relativ schnell klar raus, worum’s hier geht, wie man sein sollte, worüber man reden sollte.Und dann den Mut aufzuhaben, in dieser Herde stehen zu bleiben und zu sagen: «Nee, so bin ich aber nicht.» Da brauchst du schon richtig Eier.

Übrigens, äh, weil mir das manchmal vorgeworfen wird: Eier ist nicht sexistisch.Frauen haben viel mehr Eier.Zimm.Ich möchte gerne noch ’n Problem aufwerfen und das ist: Unser Leben ist einfach krass schnell.

So, das heißt, wir wissen ganz häufig: Okay, wenn ich mich jetzt hinsetze und mir Zeit nehme, meine Wahrheit wirklich zu formulieren.Erstens habe ich das Gefühl, ich habe gar nicht Zeit dafür.Und zweitens, wenn ich dann dieser Wahrheit nachgehe, verlangsamt sich mein Leben und das kann ich mir nicht leisten.

Und noch als Letztes ein ganz, ganz wichtiger Grund, warum wir gerne lügen, ist, wenn wir wissen, dass wir für diese Frage, die da an uns anploppt, im Augenblick noch keine Lösung haben.Das ist ein ganz, ganz unangenehmer Zustand in unserem Gehirn.

Es nennt sich auch kognitive Dissonanz.Also Beispiel: Du hast eigentlich ganz klar einen Wert in ’ner bestimmten Sache.Treue, Loyalität, Ehrlichkeit oder was auch immer und du verhältst dich anders.Ne?

Dann entsteht in deinem Gehirn eine sogenannte kognitive Dissonanz und das fühlt sich ganz unangenehm an.So, um jetzt wirklich mit dir selbst ehrlich zu sein, müsstest du stehenbleiben und du müsstest diese Dissonanz erst mal aufdecken.

Du müsstest sie anerkennen und das ist für unser Gehirn wirklich ganz, ganz viel Arbeit.Also damit ist viel Energie verbunden.Und um es dann aufzulösen, brauchen wir meist ’n Weg.Wir müssen etwas verändern an unserem Leben.

Das heißt, unser Gehirn ist nicht blöd.Das sagt sich dann: «Hey, ich weiß, da liegt ganz, ganz viel Arbeit drin.Lass uns doch an dieser Stelle einfach noch mal schummeln.Lass uns einfach so tun, als hätten wir nicht mitgekriegt, dass es da eine Dissonanz gibt.» Wenn wir uns selbst belügen, machen wir das mit bestimmten Mustern, weil irgendwo muss die Energie hin, ja.

Also de, diese Dissonanz, die geht nicht weg, aber wir haben raffinierte Mechanismen gefunden, wie wir damit umgehen können.Hier sind einige, also zum Beispiel Verdrängung.Oh, das Thema.Ja, jetzt gerade ist’s nicht wichtig.

Das Thema ist nicht so schlimm.Hey, bist du traurig?Nee, ich bin nicht traurig.Das geht schon, das geht schon wieder weg.Das ist bestimmt bloß der Herbst, ja.’ne Rationalisierung, ja, dass wir ganz intellektuell über ein Thema reden.

Also das heißt, dass wir uns nicht wirklich erlauben, da richtig reinzugehen.Zum Beispiel habe ich immer wieder in Coachings, besonders mit Frauen, muss ich sagen, die Erfahrung gemacht, dass wenn Menschen zusammen sind mit Menschen, die destruktive Suchtmuster haben.

Also zum Beispiel, wenn du mit dem Alkoholiker zusammenlebst, dann ist es häufig so, dass der andere das rationalisiert im Sinne von: „Ich lieb‘ diesen Menschen ja.Ich lieb‘ den Menschen und deswegen bin ich mit ihm zusammen».

Und das wird schon irgendwo, ja.In der Bubble, in der ich arbeite, ist spirituelles Bypassing ganz dran.Also zum Beispiel: „Oh, das ist eh nur eine Illusion.Das brauche ich nicht.» Äh, oder ich konzentriere mich einfach auf die höhere Energie, dann geht das schon weg.

Ja, ich merke, eigentlich bin ich traurig, eigentlich komme ich an der Stelle nicht weiter, aber ich bin kurz vorm Durchbruch.Und dann gibt’s die busy Hustle, Hustle-Flucht.Und das ist einfach, also dich total beschäftigt zu halten, dich in Arbeit zu stürzen, das immer weiter voranzuschieben und einfach zu sagen: „Jetzt gerade ist nicht die Zeit.

Ich bin so busy.» Vielleicht bist du aber auch ’n People Pleaser, der anstatt mal so richtig auf den Tisch zu kacken und zu sagen: „Hey, das kotzt mich wirklich an» oder «Hier habe ich eine Grenze», noch liebevoller wird.

Also was People Pleaser total gern machen, ist, wenn sie selbst ’n Konflikt haben, sogar noch mehr aufzulegen, noch netter zu werden.Und das ist häufig ’n Alarmsignal dessen, dass sie jetzt gerade tatsächlich über ihre Grenze gehen.

Ganz häufig klopft unser Selbstbetrug nicht als ein klarer Gedanke an, sondern als ein Gefühl.Als ein Gefühl von Unwohlsein, von Ekel, von Angst, von Frust, von Traurigkeit.Und deswegen macht es Sinn, dass wir uns emotional betäuben, zum Beispiel über Arbeit, zum Beispiel indem wir dann einfach mehr essen, zum Beispiel über soziale Medien.

Oder wir trinken einfach ’n bisschen mehr.Und Lieblingsbeschäftigung, besonders von Deutschen, ist die Projektion auf andere.So, wenn ich damit beschäftigt bin, mich aufzuregen über die, die die andere Partei wählen, ja, oder über den Politiker oder im Internet: „Hast du schon gesehen, was der wieder geschrieben hat?» So, dann verlager ich diese ganze Spannungsenergie, die sich eigentlich mit meinem Shit beschäftigen sollte, nach außen.

Also immer dann, wenn du viel über andere Menschen herziehst, lästerst, wenn du merkst, du beschäftigst dich in den Gedanken viel mit anderen Menschen, bist du immer auf einer fremden Baustelle unterwegs.

Und das ist eigentlich immer ein Hinweis darauf, dass du gerade etwas vermeidest, was du dir anschauen solltest.Warum machen wir das?Das hat kurzfristig gesehen einen Gewinn.Also erstens, unser Gehirn spart Energie, weil es den Konflikt nicht lösen muss.

In dem Augenblick, wenn wir uns zuschummeln, lässt meist der Stress nach.„Oh, es ist ja nicht so schlimm.» «Ich mache einfach einen Witz drüber.» Also in diesem Augenblick lässt die Spannung los.Wir haben so einen kleinen Relief.

Wir fühlen uns sicherer.Anstatt den Konflikt anzusprechen, dümpeln wir so in dieser Scheinharmonie mit den anderen herum.Wir fühlen uns zugehörig.Es macht also schon total Sinn, kurzfristig gesehen, uns selbst in die Tasche zu stecken.

Aber du ahnst es sicher schon: Es hat langfristig einen krassen Preis, nämlich langfristig gesehen, wenn du zu einem bestimmten Thema immer wieder schummelst, wird die kognitive Dissonanz in deinem Kopf immer größer.

Und das heißt, du musst einen Teil deiner Energie eigentlich die ganze Zeit aufwenden, um diese Spannung nicht zu spüren.Und das wiederum kostet dich richtig viel Energie.Es kostet dich Selbstachtung.

Ich möchte hier an der Stelle ganz liebevoll meine Spiris ansprechen, die häufig zugedröhnt sind mit ganz vielen wunderschönen Idealen.Ideale haben’s so an sich, dass sie uns natürlich, wenn wir uns ehrlich damit auseinandersetzen, zeigen, wo wir wirklich stehen und das ist manchmal demütigend.

Und dann ist es einfach, mir irgendetwas einzureden.Zum Beispiel, dass ich schon so weit bin, dass ich zur spirituellen Elite gehöre, dass ich ein hochenergetisches, hochsensibles Wesen bin, etc.Aber nicht merke, dass ich unten drunter tatsächlich meine wirkliche, bodenständige, echte Selbstachtung sabotiere.

Also ganz häufig haben Menschen mit einem hypertrophierten Ego eine geringe Selbstachtung, weil etwas in uns, egal wie sehr wir uns bescheißen, die ganze Zeit mitkriegt, ob wir es auf der Reihe haben oder nicht.

Unsere Beziehungen gehen vor den Arsch und das passiert eben – und das ist tragisch – ganz häufig nicht schwuppdiwupp, ganz schnell, sondern das erodiert so richtig.Aber das Spannende ist: In unseren Paarcoachings haben wir immer wieder festgestellt, dass Paare ganz häufig sagen können: „Ich weiß relativ genau, wann es anfing.

Damals, das hat mir so wehgetan, aber ich hab’s nicht angesprochen.Damals hatte ich diesen Wunsch oder die Fantasie, aber ich hatte Angst, dass unsere Beziehung das nicht hergibt.Ich hab’s nicht angesprochen.» Und an der Stelle fängt an das Beziehungssystem zu bröckeln.

Wir sind körperlich erschöpft, weil unser Körper Signale gibt, die wir nicht hören.Depression hat natürlich auch etliche andere Ursachen, aber ich bin überzeugt davon, dass einer der Hauptgründe, warum heutzutage viele Menschen Depressionen haben, darin liegt, dass wir nicht auf die ersten Signale gehört haben.

Körperliche Krankheiten.Logisch.Das für mich Schlimmste – und deswegen spreche ich es an und deswegen, aus meiner Sicht passt das total gut in diese Zeit des Jahresübergangs – ist: Ich glaube zutiefst daran, dass du nicht einfach nur ein Fleischklötzchen bist, gepaart mit dem Ego, was sicher durchkommen will, sondern ich glaube, dass du eine wundervolle Seele bist mit einer ganz einzigartigen Wahrheit in dir.

Und wenn du irgendwann anfängst, diese Wahrheit nicht zu leben oder immer weniger zu leben, dann verwirrst du dich auf einer seelischen Ebene.Und das ist tragisch, weil das führt dann letzten Endes dazu, dass du ein Leben lebst, von dem du nicht mehr weißt, ob das wirklich dein Leben ist.

So, der Probl– Das Problem an der Stelle – ich möcht’s gern noch mal betonen – ist eben, dass es nicht mit einer riesen Lüge beginnt, sondern mit diesem ersten kleinen faulen Kompromiss.Und dann baut sich ein Compound-Effekt auf, weil unser System sagt: „Ach komm, heute habe ich ein bisschen geschummelt, mache ich morgen noch mal», etc.

Und wir landen irgendwann in einem Leben mit Rollen, von denen wir, selbst wenn die total erfolgreich sind, weltlich gesehen, innerlich das Gefühl haben: „Das bin ja gar nicht ich.Wie bin ich hier gelandet?» Oder: «Das ist ja gar nicht wirklich meine Beziehung.» Was ist passiert?

Wir waren doch mal so verliebt ineinander.Kurzfristig macht eine Selbstlüge also oft Sinn und hat einen relativ kleinen Preis.Langfristig gesehen ist sie aus meiner Sicht der teuerste Preis deines Lebens überhaupt.

Frage: Wo hat dich eine Selbstlüge schon einmal so richtig viel gekostet?Ich gehe mit gutem Beispiel voran.Ich habe ja gesagt, wir begehen uns hier auf Augenhöhe.Ich hatte vor drei Jahren echt einen krassen Burnout und ich bin natürlich berechtigterweise gefragt worden: „und Falk, wie kann das sein?

Du schreibst Bücher über Glück, über, äh, positive Psychologie und so weiter.Wie kann ein Mensch, der so viel weiß-«In ’nem Burnout landen.Ganz einfach, weil ich mich selbst belogen hab.Und die erste Selbstlüge war aufzustehen am Morgen und zu merken, ich freue mich nicht mehr auf das, was ich mache.

Weil für mich ist Freude ’n ganz, ganz wichtiger Signalgeber.Um mir zu erzählen, okay, das ist nur ’ne Stimmung, temporär, machen wir weiter.Und die zweite, äh, zweite Selbstlüge war ’ne Woche später.

Okay, es geht nicht weg.Du fängst an zu pumpen innerlich.Du fängst an, dich anzustrengen.Du fängst an, cooler zu tun, als du wirklich bist.Und dann kamen die nächsten Selbstlügen dazu.Aha, okay, du bist erschöpft.

Aber weißt du was?Zieh mal jetzt noch das Jahr durch.Mach mal das noch.Die anderen brauchen dich.Und so weiter und so weiter.Aber angefangen hat’s mit einer Selbstlüge.Ich hab gespürt, dass die Freude weg war und ich bin nicht stehengeblieben, um zu untersuchen, warum.

Was passiert in unserem Gehirn?Wir haben ’n kurzfristiges Belohnungssystem und ’n langfristiges Belohnungssystem.Es macht total Sinn, dass unser Gehirn natürlich versucht, auch kurzfristig möglichst gut durchzukommen.

So, das Langfristige, das müssen wir trainieren.Was passiert, wenn wir anfangen, uns selbst zu beschummeln, ist, dann stimulieren wir hauptsächlich das kurzfristige Belohnungssystem, weil in dem Augenblick, wenn du so diese kleine Schummelei eingehst, indem du nicht deine Wahrheit sprichst, nicht alle spürst, dem Gedanken nicht zu Ende nachgehst, baust du kurz Stress ab.

Das führt zu ’ner Erleichterung: „Oh ja, jetzt nicht.» Und diese Erleichterung gibt dir unter anderem einen kleinen Dopaminimpuls.„Ha, ja, ich bin noch mal gut davongekommen.» So, und dieser Dopaminimpuls ist eine Belohnung.

Und dein Gehirn lernt so, okay, wenn ich auf diese kleine Art und Weise schummle, dann kriege ich ’ne Belohnung.Also mache ich das wieder so.Macht ja auch irgendwie an der Stelle total Sinn, ja.Das Problem ist, dass wenn wir das häufig machen, entsteht daraus eine langfristige Konditionierung.

Und Wahrheit wird immer mehr als Gefahren gesehen, was sie eigentlich gar nicht ist, aber wir fangen an, sie als Gefahr hochzustilisieren.Vermeidung wird von unserem Gehirn als sicher interpretiert und wir fahren vor allen Dingen, wir, wir werden hauptsächlich durch unsere limbischen Systeme, das sind die, die unsere Emotionen reguliert, in unserer Entscheidungsfindung gesteuert.

Das heißt, wir tun das, was sich jetzt grade richtig anfühlt.Was dabei aber passiert, ist, dass unser präfrontaler Kortex, das ist dieser Bereich hier vorn, der hauptsächlich mitverantwortlich dafür ist, dass du bewusste Entscheidungen triffst, dass du auch die Kraft aufbringst, unbequeme Entscheidungen zu treffen.

Der wird untergenutzt und fährt quasi runter.Dein kurzfristiges Belohnungssystem wird stimuliert und der Langzeitfokus geht verloren.So deine Fähigkeit zu verstehen, okay, diese kleine Lüge jetzt grade, was kostet die mich sehr wahrscheinlich in zehn Jahren?

Das geht verloren.Und vielleicht das Traurigste daran überhaupt ist, deine Charakterreifung wird so verhindert.Weil dis ist das, was dein Charakter braucht: Reibung.Dein Charakter reift nicht, wenn alles gut läuft.

Dein Charakter reift, wenn es Reibung gibt und wenn du Opfer bringen musst.So, wenn du Wahrheit trainierst, also wenn du dich für das Gegenteil entscheidest und sagst, okay, ich, ab heute möchte ich wieder mehr zu meiner Wahrheit stehen, dann stärkst du deinen präfrontalen Kortex, also da, wo dein Wille herkommt, und du förderst deine inneren, also in deinem Gehirn, die Netzwerke für Mut, für Selbstführung.

Und es gibt einen Kreislauf, weil jedes Mal, wenn du mutig bist, also wenn du zum Beispiel an einer Stelle, in einer Beziehung, vielleicht sogar heute nach diesem Podcast, deine Wahrheit sprichst, dann stärkst du dieses Netzwerk.

Und dieser neue Mut, diese neue Selbstwirksamkeit steht dir in allen anderen Bereichen zur Verfügung.Das heißt, du wirst doch woanders auch mutiger sein.Dein Gehirn löst so langsam die, die Dissonanz auf, von der wir gesprochen haben und das führt zu einer inneren Stabilität und Kohärenz.

Du lebst vielleicht äußerlich nicht bequem, weil die anderen mögen das vielleicht nicht, wenn du ehrlich bist, aber du fühlst dich innerlich viel, viel mit dir synchron und stabiler.Und es entspannt so auch dein Nervensystem.

Jetzt haben wir viel über Selbstlü, e-e-eh, Lügen gesprochen.Ich möchte dich heute natürlich dazu motivieren, ehrlicher zu sein und deswegen möchte ich gern noch mal kurz zusammenfassen, was schenkt dir Wahrheit?

So, erstens, ich hab’s grade schon erwähnt, Wahrheit fördert deinen Charakter.So, jeder Mensch, den du dafür achtest, weil du sagst, der hat ’n starken Charakter, ist durch dieses Feuer gegangen, wieder und wieder und wieder.

So, wenn du deine Wahrheit findest, hat das etwas damit zu tun, deine Werte zu finden, zu denen zu stehen, das stärkt deine Integrität und deine Integrität ist wirklich dein geistiges Rückgrat.Das wiederum ist die Stärkung für deinen Mut.

Das wiederum gibt dir das Gefühl, du kannst dich auf dich verlassen, du kannst dir selbst vertrauen.Das heißt, deine Selbstachtung nimmt zu und du wirst dich würdevoller fühlen.Du wirst dich auch nicht mehr von anderen so verarschen lassen, weil du einfach viel mehr ’n Gefühl hast für deinen eigenen Wert.

Das ist cool, oder?Deine Beziehungen werden stärker, kleiner Disclaimer unten drunter:Und du wirst ’n paar Beziehungen verlieren, weil ganz viele unserer normalen sozialen Beziehungen auf Selbsttäuschung beruhen.

Wir gehen quasi ’n Deal ein.Also ich reibe dir nicht deinen Selbstbetrug unter die Nase, lasst du mich mit meinem in Ruhe.Wir wissen’s zwar beide, aber wir tun so, als wenn’s nicht da wäre.So, wenn du losgehst und sagst, «Ich möchte ab jetzt wahrhaftiger leben», wirst du sehr schnell herausfinden, wer deine wirklichen Freunde sind.

Dein Erfolg wird nachhaltiger.Ich sag nicht unbedingt, dass du mehr Erfolg hast.Es kann sogar sein, dass du weniger Erfolg hast.Also ’n Beispiel: Ich hab, äh, in Corona-Zeiten angefangen, mich gesellschaftspolitischer wesentlich klarer zu positionieren und mir geht’s jetzt überhaupt nicht darum, ob meine Wahrheit die richtige ist oder nicht, aber ich habe meine Wahrheit direkter, klarer geäußert.

Was den Erfolg unserer Arbeit betrifft, könnte man sagen, von den Zahlen her war das’n Misserfolg, weil etliche Leute gegangen sind, weil sie gesagt haben, erstens ist es mir zu anstrengend, zweitens die Wahrheit, die du da sagst, ist nicht meine Wahrheit.

Ich bin einfach weg.Dennoch würd ich sagen, dass es das, was ich eigentlich unter Erfolg verstehe, verstärkt hat.Weil ich arbeite jetzt noch mehr für und mit den Menschen, mit denen ich wirklich in eine Richtung unterwegs bin.

Sehr wahrscheinlich ist Wahrheit förderlich für deine Gesundheit, weil unser Körper ist wirklich die Stimmgabel, die als Erstes ausschlägt, wenn irgendetwas nicht stimmt.Und wenn du darauf mehr achtest, wirst du sehr wahrscheinlich auch mehr auf deinen Körper achten.

Und du wirst dein Leben im Einklang mit deiner Seele leben.Es ist für mich immer wieder berührend, an Seminaren zu sehen, wie Menschen, also manchmal Menschen, die siebzig oder achtzig Jahre alt sind, sagen: «Und jetzt hole ich mir mein Leben zurück.» So, das ist die gute Nachricht.

Ich weiß nicht, wo ich dich heute gerade erwische.Und es kann sein, dass du an manchen Stellen sagst: «Oh, Veit, das tut wirklich weh, weil ich merke, da bin ich von meinem Weg abgekommen.» Die gute Nachricht ist, egal wie alt du bist, deine Wahrheit wird dich zurückführen auf den Weg deiner Seele.

Und ich bin überzeugt davon, das ist das, wonach wir alle suchen.Machen wir’s noch mal ganz praktisch: Was braucht es, um wahrhaftig zu leben?Ich könnte jetzt ganz viele Techniken aufzählen, aber die Wahrheit ist, du brauchst vor allen Dingen eins: Du musst realisieren, dass du stirbst.

Und das mein ich überhaupt nicht morbide.Aber der, ich glaube, der Hauptgrund, warum wir so easy lügen, ist, weil wir glauben, wir haben ja noch ewig Zeit, das zu korrigieren.Und das haben wir eben nicht.

So, ich hab einige Male am Sterbebett vor Menschen stehen dürfen, die in ihren letzten Wochen realisiert haben, wie sehr sie eigentlich von ihrem Vater abgekommen sind und das war fürchterlich mit anzuschauen.

Also der Kampf des Loslassens war fürchterlich mit anzuschauen.Zu realisieren, dass du stirbst und egal ob du an Reinkarnation glaubst oder nicht, aber dass diese eine kostbare Lebensspanne zu Ende geht.

Das gibt dir die Kraft, wahrhaftig zu leben, weil an deinem Sterbebett, wenn all die Menschen, für die du geschummelt hast, nicht stehen und dich noch mal trösten, dir ’n Preis verleihen, sondern du wirst dir vor Wut in den Hintern beißen für jeden Moment in deinem Leben, wo du dich verbogen hast.

Es geht nicht hartes mit sich richten, sondern es geht darum zu verstehen, okay, wir sind alle Menschen.Es ist menschlich, dass wir da landen.Ich komme in Milde wieder auf meinen Weg zurück.Wenn dich das berührt, möchte ich dich von Herzen einladen, dir Zeit zu nehmen, vielleicht jetzt auch über die Jahreswende, über deine Werte nachzudenken, weil das ist das, was du brauchst.

Es ist tricky zu sagen, ich gehe den Weg, der sich richtig anfühlt.Unsere Emotionen können uns bescheißen.So, unsere Werte sind unsere Richtplanke.Wenn du weißt, okay, Ehrlichkeit ist ’n Wert für dich, Aufrichtigkeit ist ’n Wert für dich und du definierst das, dann hast du ab jetzt auch in deinem Gehirn eine Richtplanke, die dir hilft, dich langfristig zu motivieren, anstatt immer wieder kurzfristig die Zuckerlis abzuholen.

Du brauchst auf jeden Fall in irgendeiner Weise Zeit für ’ne Reflexion und es muss gar nicht viel sein.Es kann zum Beispiel am Abend sein, dass du dich einmal kurz hinsetzt und sagst, okay, was war heute und wo hatte ich dieses Gefühl von, äh, da bin ich mir so ’n bisschen aus dem Weg gegangen.

Da hab ich geschummelt.Und mein Tipp ist, setz dich nicht unter Stress zu sagen, okay, ich muss jetzt sofort alles verändern, sondern setze lieber jeden Tag kleine Schritte.Lieber jeden Tag etwas mehr aus deiner Komfortzone raus, weil das Coole ist, ich hab’s vorhin schon gesagt, dieser kleine Schritt heute, dieses heute deinen Mund aufmachen, dieses heute etwas mehr auf dich achten, wird deinen Mut verstärken, morgen noch mehr für deine Wahrheit zu gehen.

Was ganz wichtig ist, du brauchst in irgendeiner Form etwas, was dir hilft, in deinem Körper zu sein, also etwas, was dir hilft, achtsam zu sein.Also für mich ist der Königsweg Meditation, für jemand anderes vielleicht Yoga, aber du brauchst etwas, hä?Was dich in Kontakt bringt mit deinem Körper, weil dein Körper schlägt sofort an, wenn irgendwas nicht stimmt.

Wenn du mit jemandem zusammen bist, der irgendwie toxischen Bullshit labert, dein Körper signalisiert dir das sofort.Wenn du über deine Grenzen gehst, dein Körper sagt dir das sofort.Aber wenn du halt total in deinem Kopf bist, dann kriegst du nicht mit, was in deinem Körper passiert.

Und was immer gut ist, einige – und das müssen nicht viele– da reichen ein paar aus, ehrliche Freunde zu haben, denen du die blanko Vollmacht gibst: „Bitte sagt mir, wenn ihr das Gefühl habt, dass ich mich bescheiße.» Das macht manchmal wirklich Sinn, das so direkt auszusprechen.

Ich habe dir noch ein paar Fragen mitgebracht, weil ich bin immer ein großer Fan davon, dass man so’n Podcast nicht einfach nur berieselt wird, sondern wirklich was mitnimmt, was etwas bewegt.Okay?Wenn du magst, mach dir einfach mal ’n Screenshot.

So, des für mich eine extrem powervolle Frage, die ich mir auch immer wieder stelle.Okay, wenn ich genau wüsste, was jetzt richtig für mich ist, dann würde ich jetzt und dann vervor– dann am besten ohne groß drüber nachdenken den Satz vervollständigen.

So, wenn ich zum Beispiel im Alltag bin und ich bin im Meeting und ich merke, ich fühle mich irgendwie unstimmig, das ist immer ein Zeichen davon: Mhm?Irgendwas muss ich mir anschauen.Wenn ich genau wüsste, was jetzt richtig für mich ist, dann würde ich jetzt aufstehen und würde sagen: Leute, wir müssen uns das Thema anschauen.

Dann würde ich jetzt ’ne Pause machen.Dann würde ich jetzt aus dem Meeting rausgehen.So, das heißt, wir wissen immer, was richtig ist.Wir müssen uns nur die Erlaubnis geben und dieser Satz kann dabei helfen, der kann das trainieren.

Was wir häufig haben, ist ’ne Angst davor, was dann passiert.Deswegen finde ich diese Frage auch sehr powervoll.Okay, wenn ich mir voll vertrauen würde und wenn ich keine Angst vor Konsequenzen hätte, dann würde ich: So, wenn ich mir jetzt gerade voll vertrauen würde und wenn ich keine Angst vor Konsequenzen hätte, dann würde ich Otto sagen, wie sehr mich das verletzt hat.

Dann würde ich Lisa anrufen und würde ihr sagen, dass ich verliebt in sie bin.Dann würde ich mich hinsetzen und ich würde endlich mal aufschreiben, was mich an meinem jetzigen Job alles ankotzt und was ich eigentlich in meiner Arbeit brauche, um zu erblühen.

Und dann habe ich dir noch ’n paar Fragen für den Abend mitgebracht.So, dich einfach am Abend noch mal hinzusetzen: Wo habe ich heute nicht gesagt beziehungsweise getan, was ich wirklich dachte und fühlte?

So, was hätte ich gebraucht?So, was hätte ich gebraucht?Okay, ich hätte gebraucht, dass ich einfach stehen bleibe, dass ich das im Moment fühle, dass ich mich auf das konzentriere, was ich wirklich will, dass ich mich an meinen Wert erinnere.

Okay, und damit ich aber da nicht hadern ins Bett gehe, welchen kleinen nächsten Schritt kann ich morgen wählen?Okay, ich ruf Otto noch mal an und ich sag ihm noch mal: „Du, das und das hat in meinem– hat in unserem Gespräch nicht gestimmt.» Ich ruf Lisa noch mal an und ich sag ihr das und das und das.

Ich korrigiere es morgen.Hey, ich möchte dich von Herzen einladen, dich davon berühren zu lassen.Vielleicht jetzt auch gleich nach dem Podcast noch ’n bisschen nachklingen zu lassen, einfach mal zu schauen, okay, wo in deinem Leben ist es dran, endlich mehr zu deiner Wahrheit zu stehen?

Ja, Wahrheit kann kurzfristig unbequem sein.Das wissen wir alle.Aber langfristig gesehen schenkt sie dir ein aufrechtes und freies Leben.Und wenn ich dann höre, «Ja, ich habe Angst, dass Wahrheit verletzt», es gibt nur eins, was durch Wahrheit verletzt wird, und das ist unser Ego.

So, wenn du die Wahrheit in unserer Beziehung sprichst, kann dein Ego verletzt werden und mein Ego kann verletzt werden.Aber Wahrheit wird niemals unsere Seele verletzen, sondern Wahrheit setzt unsere Liebe, unsere Seele frei.

Deswegen möchte ich dich einfach einladen, dich zu fragen: Okay, wer möchtest du am Ende deines Lebens sein?Jemand, der sicher durchgekommen ist, der aber nicht wirklich weiß, wer er ist, oder jemand, der sagt: „Hey, ich habe herausgefunden, wer ich bin.

Ich habe herausgefunden, wofür ich stehe.Ich hab herausgefunden, welcher verrückte Lebensstrom sich in mir befreien will und ich bin dem gefolgt.Ich hab mir zwar blutige Knie geholt dabei.Ich war manchmal allein, aber ich bin erfüllt.

Ich hab mein Leben gelebt.» Und wenn du dir dabei Unterstützung wünschst, dann kommt jetzt meine Einladung für 2026.Weil, siehst du, ich bin jetzt auch– ich werde nächstes Jahr siebenundfünfzig und für mich in meinem Leben steht an, wirklich alle, alle faulen Kompromisse zu beseitigen und mich wirklich hundertprozentig darauf zu konzentrieren: Was ist meine Wahrheit?

Ich werde meine Arbeit im kommenden Jahr noch mehr reduzieren auf einige ganz wenige, mir sehr, sehr wichtige Kernthemen.Und ein Hauptprogramm im kommenden Jahr, auf was ich mich sehr freue, ist, heißt das Jahr deiner Wahrheit.

Und es ist eine Einladung an Menschen, die sagen: „Okay, für mich ist es dran, mein Leben in den Mittelpunkt zu stellen.Für mich ist es kla– dran, wirklich meinen Lebenspfad zu finden und diesem Lebenspfad treu zu sein.» So, wir werden uns in diesem Jahr mit der Frage beschäftigen: Was ist die Wahrheit deiner Seele?

Wenn du nicht an Seele glaubst, also was ist deine tiefste Wahrheit?Was ist die Wahrheit deines Körpers?Was braucht dein Körper, damit es ihm gut geht?Was ist die wirkliche Wahrheit in allen wichtigen Beziehungen?

Was ist deine Wahrheit in Arbeit?Was ist deine Berufung?Wofür bist du wirklich hier?So, wenn du dir voll vertrauen würdest, was für ein Leben würdest du leben?Und was ist deine Wahrheit in Bezug auf die Welt?

Was möchtest du mit dieser Welt wirklich teilen?Was hast du zu geben?So, das ist meine Einladung, dreihundertfünfundsechzig kostbare Tage deines Lebens zu nutzen, um so wahrhaftig wie möglich zu sein.

So, keine Hauruckaktion, sondern wir bauen es ganz sanft auf, aber gleichzeitig sehr radikal, dass wir uns all diese Bereiche anschauen, alles ausmisten, was nicht wahrhaftig ist, friedvoll, aber entschlossen und anfangen, all das in unserem Leben zu etablieren, was wir wirklich brauchen.

So, dreihundertfünfundsechzig kostbare Ja– Tage, um für dich deinen Mut zu stärken, wirklich deiner Wahrheit treu zu sein, dadurch deine Würde zu stärken und ein wirklich freies Leben zu leben.So, wenn dich das berührt, wenn du das Gefühl hast, okay, du möchtest gern das kommende Jahr nutzen, um die Kostbarkeit deines Lebens wirklich zu ehren, um dich zu ehren…

Kein Leistungsprogramm, kein Optimierungsprogramm, sondern: Was ist deine Wahrheit?Was will durch dich wahrhaftig gelebt werden?Dann freue ich mich total auf dich.So, wenn dich das anspricht, kannst du dich hier unten drunter eintragen, dann kriegst du alle Informationen dazu zugeschickt.

Falls wir uns nicht mehr hören beziehungsweise sehen, wünsche ich dir aus ganzem Herzen lichtvolle Weihnachtstage.Auch wenn du vielleicht aus ’ner Kultur kommst, der Weihnachten nichts bedeutet.Aber es ist ’ne Zeit, wo viele Menschen auf irgendeine Art und Weise innehalten.

Ich wünsch dir, dass du für dich ’n sauberen Weg findest, dieses alte Jahr zu vollenden und ’nen richtig starken Weg, das neue zu beginnen.Ich möchte gerne abschließen damit, dass ich ganz frech behaupte, dass du immer weißt, was gut und was wahr für dich ist.

Und du musst das nicht immer sofort hundertprozentig leben.Aber wozu ich dich in aller Liebe einladen möchte, hör auf, dich zu bescheißen.Ich danke dir.

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