Beim folgenden Text handelt es sich um automatisch generierte Zeilen des von Veit Lindau eingesprochenen Podcasts. Diese wurden mit Hilfe von künstlicher Intelligenz korrigiert, sodass sie weitgehend korrekt sind. Für etwaige Fehler entschuldigen wir uns. Den Originalpodcast kannst du über die untere Player-Leiste hören.
Hey, ihr lieben Menschen, ich wünsche euch erst mal einen wundervollen Abend, wenn ihr das live seht und einen wunderschönen Tag, wenn du das später in der Aufzeichnung siehst.Mein Name ist Veit, die meisten von euch werden mich kennen und ich hab heut die große Freude, über eines meiner absoluten Lieblingsthemen zu sprechen, nämlich über Krisen.
Und falls du jetzt gerade denkst, was ist daran ein Lieblingsthema?Dann ist es mein erklärtes Ziel, dass du am Ende dieser gemeinsamen Zeit entspannter rausgehst und ein freundschaftlicheres Verhältnis mit den Krisen deines Lebens hast.
Man könnte auch sagen, ich trete heute auf als ein Heiratsvermittler zwischen dir und deinen persönlichen Krisen und den kollektiven Krisen des Lebens.Also erst einmal herzlich willkommen.Was haben wir heute Abend vor?
Ich möchte gern mit dir auf diese Zeit schauen, und zwar aus einer Metaperspektive, weil es tut manchmal gut zu sehen, dass manche Dinge, die uns beschäftigen, nicht nur etwas mit uns zu tun haben, sondern dass wir Part von einem viel, viel größeren Spiel sind.
Ich möchte mit dir einen Blick auf Krisen und Transformation allgemein schauen und mein primäres Interesse ist es, dir zu zeigen, dass Krisen keine Gegner sind, sondern eigentlich ganz, ganz wertvolle Phasen unseres menschlichen Lebens.
Dann lade ich dich ein, deine eigenen Transformationsmuster zu erforschen.Also wie reagierst du normalerweise auf eine Krise?Und ist das die sinnvollste Art und Weise?Und ich möchte dir gerne am Ende acht Tipps vorstellen.
Sind eigentlich mehr als acht Tipps.Das ist für mich persönlich die Essenz dessen in meiner Erfahrung im Umgang mit Krisen, was am meisten hilft.Bist du bereit?Dann lass uns loslegen.Bist du einer Meinung mit mir, wenn ich sage, das ist echt ’ne krasse Zeit, das ist ’ne besondere Zeit.
Also wenn ich mich umhöre, ich sehe niemanden mehr, der jetzt gerade gelangweilt ist oder super easy entspannt durchs Leben geht, sondern der O-Ton, den ich überall raushöre, ist, «Fuck, was ist das für eine krasse Zeit?» Und lass uns das erst mal bewusst miteinander wahrnehmen, dass das keine Einzelwahrnehmung ist, sondern dass es uns alle betrifft.
Und dassfalls du im Augenblick gerade selbst Stress erfährst, vielleicht auch nicht nur temporär, sondern mittlerweile fast chronisch.Falls du dich gehetzt fühlst, falls du dich überfordert fühlst, falls du das Gefühl hast, du hast nicht mehr wirklich alle Bälle in der Luft und unter Kontrolle, dann bist du damit wirklich nicht allein.
Nutzt das was?Ich persönlich finde, ja.Und wenn du mich fragst, sollten wir Menschen gerade viel mehr in dieser Zeit zusammenkommen, uns hinsetzen und einfach sprechen.So, das ist meine Einer– Einladung an dich heute Abend.
Also auch wenn ich hauptsächlich spreche, dich einfach da, wo du jetzt gerade bist, für dieses Thema zu öffnen und dir vorzustellen, wir sitzen zusammen und wir machen erst mal was ganz Verrücktes: Wir atmen zusammen durch.
Wir halten die Zeit an und wir kommen hierher in diesem Moment…Ich möchte dich gern fragen, wie es dir gerade geht.Und ich möchte dich einladen, dir Zeit zu nehmen, das einfach für dich wahrzunehmen.
Vielleicht hast du gerade einen super Tag, vielleicht fühlst du dich gerade wie King Kong und kannst Bäume ausreißen.Aber vielleicht merkst du auch, du bist gerade dünnhäutig und vielleicht hat’s was mit dem Herbst zu tun, aber vielleicht ist da auch mehr.
Vielleicht spürst du eine Tiefe, eine grundsätzliche Erschöpfung.Wahrscheinlich bist du jemand genauso wie ich und die meisten Menschen, der jeden Morgen aufsteht und tapfer sein Ding macht, runterreißt.
Die To-do-Liste, die Pflichten, die Herausforderungen, die wir haben und dann zusätzlich dazu auch noch versucht, dem Ganzen Sinn zu geben.Zusätzlich dazu, dich auch noch versucht weiterzuentwickeln und dann auch noch alles zu verkraften, was die Welt uns vor die Nase setzt.
Ich möchte heute gerne den Spagat mit dir wagen oder das Wunder vollbringen, dass wir auf der einen Seite über das sprechen, was uns am meisten erschüttern kann, nämlich über Krisen…und dennoch heute mehr Frieden zu finden.
Und das beginnt damit, dass ich dich jetzt gerade einladen möchte, einfach mit mir gemeinsam hier durchzuatmen.Und ich weiß, das klingt crazy, weil wir sind eine extrem schnelllebige Gesellschaft geworden und die meisten von euch sind es wahrscheinlich gewohnt, dass so ’n Video ganz schnell getaktet ist, aber ich mag das nicht mehr.
Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir uns wieder erlauben, einfach anzukommen.Egal wie groß der Aufgabenberg ist, egal wie stark die Krise an unsere Tür klopft.Hier in diesem Moment anzukommen, da, wo du sitzt oder stehst, dir zu erlauben, den Körper ein bisschen weicher werden zu lassen, und mit mir hier zu sein…
So, wenn ich dich jetzt gerade fragen würde, «Wie geht’s dir?» Und mal angenommen, ich wäre dein Freund und du würdest mir vertrauen, was wäre deine ehrliche Antwort?Und vielleicht wird’s dir so gehen wie mir, dass ich gar nicht so ’ne ganz schnelle, einfache Antwort geben könnte, weil ich persönlich gerade jeden einzelnen Tag eine riesige Bandbreite an Gefühlen erfahre.Von Stille, wenn ich meditiere, über Empörung, Schmerz, Betroffenheit, wenn ich Nachrichten lese, über Freude, Begeisterung, wenn ich so ein Programm vorbereite.
So, da ist so eine große Range.Vielleicht geht es dir ganz genauso.Ich glaube, dass wir gerade die wahrscheinlich komplexeste Phase der Menschheitsgeschichte erleben.Das hat viel damit zu tun, dass wir viel, viel mehr miteinander verbunden sind als vorher.
Das heißt, wir kriegen natürlich auch viel, viel mehr mit.Aber ich glaube, es hat auch viel damit zu tun, dass wir Kräfte entfesselt haben, die sich mittlerweile so schnell entwickeln, dass wir beide physisch und emotional und auch mental nicht mehr wirklich in der Lage sind, das adäquat zu verkraften.
Es gibt dieses fast schon Modewort, aber das trifft es: Wir befinden uns im Grunde genommen in einer Polykrise.Das heißt, es gibt nicht mehr nur eine Krise, sondern es gibt verschiedene Krisen: Klima, Gesellschaft, Wirtschaft, Technologie, die sich alle gegenseitig bedingen und miteinander emporschwingen.
Und keine Sorge, ich werde heute nicht alle aufzählen, weil ich will dich nicht frustrieren.Heute möchte ich dir Mut machen.Doch ein Aspekt dieser Zeit möchte ich gerne hervorheben.Und zwar sprechen Systemforscher, wenn sie auf diese Phase unserer Entwicklung schauen, von einer Zeit des großen Verschleißes.
Und was sie meinen damit ist, dass wir nach einer Phase einer wahnsinnig schnellen Entwicklung, die begonnen hat mit den Zeiten der Aufklärung, aber die noch mal extrem beschleunigt worden ist nach dem Zweiten Weltkrieg, indem wir uns unwahrscheinlich schnell entwickelt haben, ganz viel Wissen angehäuft haben und die Erde erobert haben, Dass wir jetzt gerade eine Zeit des Verschleißes erleben.
Und Sie sprechen von einem großen Verschleiß, weil es drei Ebenen betrifft.Das ist erst mal die Ebene von Gaia, unseres Mutterplaneten, der an vielen Stellen seine Kipppunkte erreicht beziehungsweise schon überschritten hat.
Das heißt, es ist gerade offensichtlich, dass es die Erde nicht mehr schafft, alles abzupufern, was wir angestellt haben.Es ist aber auch der große Verschleiß unserer Systeme.Egal, wo du hinschaust, nimm die Politik, nimm die Wirtschaft, nimm das Gesundheitswesen, das Bildungswesen.
Wenn du mit den Menschen sprichst, die da tätig sind, da wird dir so gut wie jeder wird dir gerade sagen: „Das geht so nicht mehr weiter.» Das heißt, wir wissen, dass die Systeme, in denen wir täglich unterwegs sind, eigentlich am Ende sind.
Wir erleben gerade einen großen systemischen Sterbeprozess, aber wir wissen noch nicht, was das Neu ist.Und die dritte Ebene des Verschleißes ist, dass sehr viele Menschen am Rand ihrer Verarbeitungskapazität oder schon da drüber sind.
Es gibt ganz viele Statistiken, die zeigen, dass Depressionen zunehmen, Angststörungen nehmen zu.Chronischer Stress ist mittlerweile so gut wie die Volkskrankheit Nummer eins, an die wir uns im Grunde genommen gewöhnt haben.
Und du kannst es mal einfach für dich überprüfen, wie es dir jetzt gerade geht und wie es dir vielleicht vor zehn Jahren gegangen ist.Warum sage ich das?Weil ich dich gerne einladen möchte zu sehen, dass all das, was in dir gerade müde ist, was vielleicht manchmal verwirrt ist, was wütend ist, was hoffnungslos ist, eben nicht einfach ein Fehler in deinem Leben ist oder eine Phase in deinem Leben ist, sondern dass es uns gerade alle betrifft.
Und deswegen glaube ich, ist es wichtig dass wir darüber sprechen, dass wir uns austauschen, dass wir merken, dass wir nicht allein sind und dass wir auch begreifen, dass diese größeren Krisen, die wir uns in den Nachrichten anschauen, eben auch uns betreffen, weil wir sind ja nicht isoliert davon, sondern wir sind ein Part dessen.
Die erste gute Nachricht heute ist: Eine Krise ist niemals ein Fehler.Auch wenn es sich ganz häufig so anfühlt.Wenn du schon mal so eine richtige Beziehungskrise hattest oder eine Sinnkrise, eine Berufungskrise, dann fühlt sich das, wenn sich das anbahnt, an wie ein Fehler und wir kämpfen dagegen.
Und das hat aber etwas damit zu tun, dass wir nicht verstanden haben, dass uns nicht genug gelehrt worden ist, was eigentlich eine Krise ist.Eine Krise ist nämlich in Wahrheit ein ganz natürlicher Transformationsmoment von jedem lebendigen, komplexen System.
Schauen wir uns das näher an.So, was ist ein lebendiges, komplexes System?Du bist zum Beispiel eins.Deine Beziehung ist ein etwas größeres, komplexeres System.Deine Familie, die Gesellschaft, in der du lebst.
Aber zum Beispiel auch unser Gesundheitsapparat ist ein komplexes System.Ein ganzes Land ist ein komplexes System.Die gesamte Menschheit in sich ist wiederum ein noch komplexeres System.So lebendige, komplexe Systeme suchen nach einem Zustand des Gleichgewichts.
Erinnere dich an deine letzte Zeit, deine letzte Phase, wo du das Gefühl hattest, du hast das Leben gecheckt, du hast alles im Griff.Du hast verstanden, um was es geht und das Leben fließt.Geile Phase.
Vielleicht bist du auch gerade in so einer Phase.Dann speicher dieses Video einfach ab für später.In diesen Phasen hat dein System für die Anforderungen, die das Leben an das System stellt, ausreichend Regeln, ausreichend Wissen.
Das heißt, du bist in der Lage, des, was reinkommt an Input, an Informationen, an Aufgaben, an Reizen adäquat zu verarbeiten und wieder abzugeben.Und das nennen wir Homeostase.Und jedes lebendige System versucht, diese Homeostase aufrechtzuhalten.
Was wir gern ausblenden, ist, dass jedes lebendige System aber auch immer wieder Phasen von Chaos braucht, um sich weiterzuentwickeln.Und Chaos baut sich meistens auf, indem wir mehr Stress aufnehmen, als wir abgeben können.
Stress kann auf verschiedene Arten und Weisen kommen.Es kann zum Beispiel darüber kommen, dass dein Partner Stress macht, weil er sich entwickelt und plötzlich Fragen stellt, die dich beunruhigen.Stress kann von innen kommen, weil deine Seele sagt: „Sorry, ich will einfach so nicht weitermachen.
Mir fehlt etwas.» Stress kann von außen kommen, von deinem Arbeitgeber.Stress kann von der Gesellschaft kommen.Ein enormer Stresspunkt heutzutage ist zum Beispiel KI.Und etwas, was wir hier in unserer relativ wohlbüteten Blase noch nicht realisiert haben, dass sich mittlerweile ein riesiger Stressfaktor über die Klimaverschiebung anbahnt.
So.Stress entsteht aber auch, weil wir zum Beispiel über die sozialen Medien jeden einzelnen Tag mit wahnsinnig vielen Informationen konfrontiert werden, die wir gar nicht mehr verarbeiten können.Also in dieser Phase nehmen wir mehr Informationen auf, als unser System verarbeiten kann und es kommt zu einem Engpass, könnten wir sagen.
Die alten Muster, die Art und Weise, wie du bis jetzt gelebt, gedacht, gefühlt, gehandelt hast, reichen einfach nicht mehr aus.Das fühlt sich an wie Kontrollverlust.Häufig nehmen wir den mal Anfang gar nicht bewusst wahr, weil wir diesen Zustand hassen, sondern wir, wir kämpfen noch dagegen, aber es ist so ’n inneres Gehetzt sein, so ’n Gefühl von: Dir entgleiten die Dinge.
Vielleicht weißt du, was ich meine.’ne Art von emotionale Überladung.Schau dich einfach mal um, hör dich einfach mal um.Sehr, sehr viele Menschen sind heutzutage extrem dünnhäutig und reagieren entweder zum Beispiel mit, ähm, Traurigsein, mit Depression, mit Rückzug oder aber eben auch ganz, ganz schnell mit Empörung.
So in diesen Enge-Phasen entstehen auch, oder tauchen Identitätsfragen auf.Wir haben da vielleicht keinen Bock drauf, aber die drängeln sich quasi von der Seite auf: Macht das alles überhaupt noch Sinn?
Bin ich noch richtig unterwegs?Wer bin ich überhaupt und so weiter?Die gute Nachricht ist, dass wir uns, auch wenn wir mit der Krise kooperieren, anfangen, für neue Möglichkeiten zu öffnen.Also ’ne Transformation, und das ist wichtig zu verstehen, ist kein Managen und Optimieren des Alten.
So, das ist was, wenn du mal genau hörst, was unsere Regierung ganz häufig macht, und ich nehme das gar nicht übel, ja.Ähm, da stehen sie halt, da sehen sie das halt einfach– Ich halt’s halt für eine sehr begrenzte Sicht.
Sie versuchen, das System auf der Ebene, auf der es jetzt gerade ist, zu managen.Wenn wir hier ein bisschen drehen, wenn wir hier ein paar – ich übertreibe jetzt – paar Flüchtlinge aus dem Land raus, bisschen weniger Bürgergeld zahlen sollen, dann kommt das schon wieder ins Lot.
Wenn wir hier noch ein bisschen Schulden aufnehmen, kommt schon wieder alles ins Lot.Aber das Problem ist, wir doktern an alten Systemen rum, die eigentlich nicht mehr in der Lage sind, diese Herausforderung zu lösen.
So, was Transformation wirklich ist, es ist die Geburt von etwas völlig Neuem.Das Beispiel ist überstrapaziert und es ist immer noch das Schönste überhaupt: Die Raupe wird zum Schmetterling.So, die Raupe sagt nicht, ich optimiere mal so ’n bisschen und ich gehe in den Workshop und dann baue ich mir kleine Flügelchen an, sondern die Raupe löst sich im wahrsten Sinne des Wortes auf.
Ich weiß nicht, ob du das weißt, aber wenn sich die Raupe einspinnt, gibt sie ein Sekret frei, was die ganze Zeit da war, was sie quasi mit Immunkörpern unterdrückt hat.Aber das, nennen wir es einfach mal Transformationssekret, war die ganze Zeit da.
Sie gibt es frei und dieses Sekret löst die Raupe auf.Wir können auch sagen, die Raupe geht quasi freiwillig in den Transformationstod, damit etwas Neues entstehen kann.Aber die wirklich gute Nachricht, und das ist die allerbeste Nachricht für uns alle, ist, dass die Information für den Schmetterling auch bereits in der Raupe vorhanden war.
Der Unterschied zwischen der Raupe und uns ist, dass die Raupe nicht über den Prozess nachdenken kann.Wir können uns bockig stellen, wir können Angst haben und dadurch unnötig leiden.So, an diesem Punkt der Transformation haben Systeme basically immer zwei Möglichkeiten.
Deswegen sprechen wir von Bifurkation.Die eine Möglichkeit ist, dass das System auseinanderbricht und dass es sich quasi auf eine tiefere Entwicklungsstufe hinunterwickelt.Das heißt, es wird wieder einfacher, es wird weniger komplex.
Wir sprechen auch von einer Regression.Wenn Menschen zum Beispiel in einer Krankheit anfangen, so in Babysprache zu sprechen oder sich die Decke übern Kopf ziehen und gar nicht mehr in der Lage sind, klar zu denken, dann ist das im Grunde genommen auch ’ne Form von Regression.
Wenn uns manche Parteien weismachen wollen, dass früher alles besser war und wir nun zurückmüssen, ist das auch ein verborgenes Versprechen von Regression.Ich persönlich finde die andere Variante viel spannender, weil wir letzten Endes immer wieder an diesen Punkt kommen werden, bis wir den Sprung schaffen.
So, wenn das System durch diese Phase der, des Chaos tatsächlich transformiert, dann wird es transformiert.Das heißt, es wird auf einem, auf einer neueren Stufe, auf einer komplett ke– komplexeren Stufe wiedergeboren.
Und ich wette, du hast schon Phasen in deinem Leben gehabt, wo du durch eine Krise durchgegangen bist-Und eines Morgens aufgestanden bist und gespürt hast, irgendwas ist anders.Vielleicht hast du nicht mal wirklich erklären können, was, aber irgendwas ist anders.
Etwas Altes hat dich losgelassen und du schaust plötzlich auf das Problem von gestern und du merkst, gestern war es größer als du und heute bist du größer als das Problem.Da wollen wir hin.Und was uns dabei helfen kann, ist die sogenannte Kollapspsychologie.
Damit beschäftige ich mich seit zwei Jahren sehr ausführlich, weil ich der Meinung bin, dass wir das dringend alle brauchen.Kollapspsychologie klingt erstmal schlimm, ist aber eigentlich etwas sehr Praktisches.
Kommt tatsächlich aus Deutschland, gibt’s noch gar nicht so lange, ich glaube, so ungefähr zehn Jahre, und hat etwas mit dem Phänomen zu tun, dass wir, nachdem wir über viele Jahrzehnte hinweg schon auch Krisen hatten, aber alle eigentlich so das Gefühl hatten, letztenendes wird es immer ein Stück besser.
Wir werden immer ein Stück reicher, wir werden immer ein Stück wohler.Viele Menschen mittlerweile, bewusst oder unbewusst, das Gefühl haben, fuck, f– was ist, wenn das nicht so ist?Was ist, wenn ein System kollabiert?
Was, wenn meine Beziehung kollabiert?Was, wenn meine Vorstellung von Arbeit kollabiert?Was, wenn die Gesellschaft kollabieren könnte?So.Die Kollapspsyche-Psychologie kommt von einer einfachen Frage, nämlich: Gibt es in uns Menschen die Möglichkeit, nicht wegzuschauen, nicht in Panik zu verfallen, sondern diesen rein hypothetisch möglichen Kollaps tatsächlich zu nutzen?
Das heißt, es geht um die Kunst, den möglichen Zusammenbruch anzunehmen, nicht paranoid sich da reinzureden, sondern einfach ruhig nach vorn zu schauen und zu sagen: „Hey, wenn ich ganz ehrlich bin, wenn ich eins und eins zusammenzähle, das kann passieren.» Ich sehe ’nen Eisberg und es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass wir den Eisberg rammen.
Den Umgang mit allen damit verbundenen Gefühlen und die Kooperation mit der Krise.So, die vielleicht beste Nachricht der Kollapspsychologie ist, dass wenn wir auf eine intelligente Art und Weise mit der Krise kooperieren, wir sogar Potenzialentfaltung erleben können.
Das heißt, wir müssen, wir müssen nicht gebeutelt da rauskommen, wir müssen nicht kleiner rauskommen, sondern wir haben die Möglichkeit, größer da rauszukommen.Noch mal, wir haben nicht unbedingt ’ne Kultur, die uns gut darauf vorbereitet hat.
Deswegen tendieren die meisten von uns, da mit alten Mustern auf Krisen zu reagieren.Zum Beispiel, indem wir es verdrängen.Also wenn du das heute Abend siehst, ist das sehr wahrscheinlich nicht dein Fall, weil die meisten Menschen, die verdrängen, die würden lesen: „Oh, da geht’s um Krisen.
Nee, brauche ich nicht, schaut mir nicht an.» Ich gucke mir lieber eine schöne Komödie auf Netflix an.Verdrängung finden wir ganz häufig im Psy-PSycho-psychospirituellen Bereich, wenn Menschen sagen: „Hey, das geht mich da draußen alles nix an.
Das ist ’ne Illusion.Ich kümmere mich einfach meine Meditation, das geht schon wieder vorbei.» Manche Menschen reagieren im starken Kampf.Das heißt, wir stürzen uns ins Gefecht.Manche Menschen reagieren ganz stark mit Angst.
Angststörungen nehmen laut Statistiken zu.Manche reagieren mit Aktionismus.Wir mögen irgendwas machen, lass uns irgendwas machen, egal ob’s macht oder nicht.Oder aber, was in Deutschland sehr weit verbreitet ist, mit so relativ stoischen Beharrungskräften.
Das heißt, kommen so von dem Punkt, wir sitzen das Ding einfach aus.Du kannst ja einfach mal schauen, ob dich davon irgendetwas berührt.Kollaps ist niemals das Ende, sondern ist immer ein Übergang.So, Kollaps kann wehtun.
Kollaps kann uns auch Sachen wegnehmen, die uns lieb und teuer waren.Aber was wichtig zu verstehen ist: Ein Kollaps ist niemals das Ende, sondern es ist ein Übergang.Chaos wirkt auf uns temporär häufig wie Bedrohung und Zerstörung.
Doch tatsächlich ist Chaos immer die Vorbereitung, die Geburtsstätte einer Ordnung auf einem höheren Level.So, gerade weil wir noch mit unserem Geist auf dem niedrigeren Level sind, können wir ganz häufig nicht erahnen, was als Nächstes kommt.
Und es ist wichtig zu verstehen, dass komplexe Systeme – und wir beide sind komplexe Systeme – immer wieder Chaos brauchen, um Innovation zu erfahren.Also etwas in uns, genau wie eine Raupe, sucht quasi das Chaos, weil wir wissen, wir sind noch nicht am Ende unserer Möglichkeiten angekommen.
Wie sehr du leidest innerhalb einer Krise, hat also ganz, ganz viel mit dem Grad deiner Kooperation zu tun.So, jede Krise hat Aspekte, die tun einfach weh.Die tun manchmal körperlich weh, die tun emotional weh, die können finanziell brutal wehtun, die können uns sozial enttäuschen.
Also jeder, der schon mal ’ne fette Krise erlebt hat, weiß, die tut weh.Aber dann gibt’s noch ’ne Ebene von Schmerz und die ist unnötig.Und das ist die Ebene, wenn du gegen die Krise kämpfst.Um ein Bild zu gebrauchen, stell dir vor, der kleine Säugling im Geburtskanal.
Der Geburtskanal ist nicht nett, der ist dunkel, der ist schleimig, der ist blutig und der ist mega eng.Das ist eine Herausforderung.So, wenn unser kleiner Säugling jetzt aber denken könnte und er würde denken, «Das ist ein Fehler und ich will das nicht» und er würde sich mit seinen kleinen Beinchen gegen den Geburtskanal stemmen, mit den Ellenbogen dagegen sagen, «Das will ich nicht, das geht mich nichts an», dann würde er doppelt leiden.
Und das ist die Gefahr.Warum machen wir das überhaupt?Es gibt drei große Illusionen im menschlichen Geist.Erstens: Uns ist beigebracht worden, das Leben linear zu betrachten.Das heißt, wir verstehen nicht, dass wir selbst komplexe Systeme sind, dass wir vom komplexen System umgeben sind, sondern uns ist beigebracht worden: Mach A, mach B und dann kommt immer C raus.
So, wenn du lang genug lebst, wirst du merken, das stimmt einfach so nicht.Manchmal kommt auch D raus und manchmal kommt was ganz anderes raus.Das heißt, wenn wir versuchen, an ein komplexes System mit Linearität ranzugehen, werden wir immer scheitern.
Das Zweite ist, uns ist beigebracht worden, es ist extrem wichtig, die Dinge zu kontrollieren.Aber eine Krise kannst du nicht kontrollieren.Und das Dritte und das vielleicht größte Problem, was wir haben: Viele von uns glauben, dass wir ein festes Ich wären.
Wir schauen am Morgen in den Spiegel und wir denken, das ist dasselbe Wesen wie das, was wir gestern gesehen haben.Und egal, ob wir es mögen oder nicht, wir haben eine relativ klare Vorstellung davon, wer wir sind und was wir können, was unsere Rollen sind im Leben.
Jede Krise wird dieses feste Ich erschüttern.Und wenn du nicht verstehst und erfährst, dass du viel, viel mehr bist als ein festes Ich, dass du in Wahrheit ein lebendiger Prozess des Bewusstseins bist, der sich immer wieder weiter dehnen kann, immer wieder neu erfinden kann, dann wird die Krise natürlich zur existenziellen Bedrohung für dich, weil du glaubst, sie nimmt dir etwas weg, was du unbedingt brauchst.
Was sie tatsächlich infrage stellt, ist dein Selbstbild.So, nicht wir werden bedroht durch die Krise, sondern unsere alte geistige Software wird bedroht.Die, die uns bis hierher gebracht hat, die bis hierher funktioniert hat, die uns bis hierher gut erzählt hat, wer wir sind und was wir nicht sind, die wird durch jede existenzielle Krise infrage stellt.
Und des ist richtig, richtig gut.Und das passiert – da bin ich hundertprozentig überzeugt – gerade auf einer kollektiven Ebene.So, wenn wir Menschen nicht anfangen, wirklich die großen, riesigen Softwareprogramme, die Paradigmen, die uns beigebracht worden sind, infrage zu stellen, loszulassen, die in uns zu lockern und weiterzuentwickeln, dann werden wir noch viel mehr leiden.
Und wenn wir das auf einer persönlichen Ebene nicht machen, genauso.Frage an dich: Was ist deine Erstreaktion, wenn die Krise bei dir an die Tür klopft?Bist du vielleicht ein Eskapist?Das heißt, versuchst du dich abzulenken mit schönen Filmen, Meditationen, Drogen oder was auch immer?
Bist du vielleicht ein Schönredner?»Hey, das wird schon alles gut» und vertrau einfach nur vielleicht auch am spirituellen Bereich.Ja, dass du denkst: «Hey, das ist– ich bin göttliches Selbst, mir kann nix passieren.» Tendierst du eher zu Aktionismus?
Machen, machen, machen, machen, machen, machen.Oder bist du vielleicht zynisch unterwegs?Vielleicht bist du paranoid unterwegs?Vielleicht bist du jemand, der einen Kontrollzwang hat.Oder vielleicht bist du auch wie das gelähmte Kaninchen, was voller Paranoia nach vorne schaut und gar nichts mehr macht.
Oder reagierst du als das empörte Opfer, was nach draußen schaut und genau weiß, dass die anderen verantwortlich sind für die große Krise, die wir jetzt gerade erleben und das hat alles nichts mit dir zu tun?
So, was ist deine erste Reaktion auf eine Krise?Wenn wir mal ganz ehrlich sind.Bei mir ist es zum Beispiel, ich versuche, sie zu kontrollieren und ich gehe gerne in Aktionismus.Aktionismus heißt bei mir zum Beispiel, ich setze mich hin und ich arbeite im Plan und ich versuche, eine Vision aufzustellen und so weiter.
Und wenn die Krise noch klein ist, funktioniert das auch.Aber bei den richtig großen kriegen wir so eins auf die Fresse, dass diese alten Muster einfach nicht passen.Das heißt, die Frage ist: Okay, diese Muster sind alle menschlich, aber helfen sie dir wirklich weiter?
Ich möchte jetzt gern im letzten Teil so die Quintessenz meiner Beschäftigung, meiner Kooperation mit Krisen vorstellen.Zum einen entstanden aus der Beschäftigung mit Kollapspsychologie, aber tatsächlich auch gerade durch eine sehr konkrete persönliche Erfahrung.
Viele von euch wissen das.Ich bin vor drei Jahren mit einem fetten Burnout, gepaart mit einer Depression aus meinem Rennen rausgefallen.Und ich habe erst gedacht: «Okay, ich ruh mich ein paar Monate aus und dann bin ich gleich wieder zurück» und dann habe ich gemeint: «Ne, das ist eine tiefe, tiefe seelische Operation» und ich durfte in dieser Zeit ganz, ganz, ganz viel darüber lernen, was ich bis dahin im Umgang mit Krisen falsch gemacht habe und was hilft, was wirklich hilft.
Und das würde ich dir gern vorstellen.So, das Erste, wozu ich dich einladen möchte, falls es dich persönlich betrifft, ist radikale Ehrlichkeit.Und die betrifft erst mal nur dich.Wie viel du mit den anderen teilst, ist eine andere Sache.
Aber wir kommen dann in die Kooperation mit der Krise, wenn wir uns eingestehen: «Ich kann nicht mehr.Ich weiß nicht mehr weiter.Ich habe Angst.Wenn ich ehrlich bin, ich schieb das weg.Ich will das und das nicht fühlen.
Ich fühl’s vielleicht immer noch nicht, aber ich bin wenigstens jetzt ehrlich und ich gestehe mir das ein.» Radikale Ehrlichkeit würde für mich zum Beispiel bedeuten – man darf ja noch träumen –, wenn wir als Menschheit ein Erfindungsmoratorium für, lass uns sagen, nur drei Monate aussprechen würden, dann wäre-Sagen würden, drei Monate lang keinen Krieg, keine weitere KI, nichts weiter.
Wir machen drei Monate, lassen wir dieses Thema am laufen und wir treffen uns am Wochenende in der Stadthalle, in der Kirche, wo auch immer, in kleinen Gruppen und wir sprechen einfach ehrlich darüber: Wie geht’s dir wirklich?
Was ist dir zu viel?Was verstehst du nicht mehr?Wo kommst du nicht mehr hinterher?Wonach sehnst du dich?Wo bist du von deinem Weg abgekommen?So radikale Ehrlichkeit löst noch nichts, aber was radikale Ehrlichkeit macht, ist, wenn hier der Strom der Krise ist und du hast dir die ganze Zeit noch eingeredet, du bist hier, du kommst synchrone mit.
Und jetzt kannst du wirklich kooperieren.Der zweite wichtige Punkt nennt sich Ambiguitätstoleranz.So, Ambiguität bedeutet, wenn du zum Beispiel auf eine Ereignis schaust und du merkst, das löst krass verschiedene Gefühle in dir aus.
Also ich weiß zum Beispiel, dass sehr viele Menschen jetzt gerade, wenn sie über Zukunft sprechen, auf der einen Seite Hoffnung und Visionen haben und gleichzeitig aber auch Angst haben, manchmal sogar dystopische Optionen haben.
Äh, wenn wir auf bestimmte politische Themen schauen, gesellschaftliche Themen schauen, dann kann es sein, dass du merkst, okay, etwas in dir will es entweder oder sehen, schwarz oder weiß.So, was Krisen machen, Krisen zwingen uns, entweder und oder zu akzeptieren.
Krisen dehnen unseren Bewusstseinsraum.Und du kannst deine Ambiguitätstoleranz fördern, indem du bewusst sagst: „Ich bin bereit, die ganze Bandbreite zu fühlen.Ich bin bereit, mir einzugestehen, dass ein Part von mir Angst hat, ein Part von mir still ist und ein Part von mir mutig ist.
Ich bin bereit, mir einzugestehen, dass ich zweifle und dass ich große Hoffnung habe.» Dass ein Teil von mir, wenn ich nach vorn versuche, in die Zukunft zu denken, dystopische Bilder empfängt und ein anderer Teil wunderschöne utopische Visionen empfängt davon, wie wir die Kurve kriegen und alles wieder hinbekommen.
Wenn du ein Spiri bist, kann Ambiguitätstoleranz zum Beispiel bedeuten, zu sagen: „Ich genieße meine Meditationen in Stille.Ich genieße es, wenn alles okay ist und wenn ich in diesen Raum eintauche und ich bin bereit, mich der Welt zu stellen.» So, das ist das, was wir gerade erleben, was übrigens seit Corona bereits erleben, dass das Leben von uns will, dass wir diesem Bewusstseinsraum dehnen, dass wir zum Beispiel auch, wenn wir einen anders denkenden Menschen anschauen, sagen: „Hey, das drückt mir voll die Knöpfe, dass du in dieser entscheidenden Sache anders denkst als ich und gleichzeitig empfinde ich Liebe für dich und Connection und das alles darf zusammen sein.» Drittens, ganz wichtig: Finde einen Weg, dein Nervensystem zu beruhigen.
Da könnte ich jetzt eine ganze Woche drüber reden.Das kann ich dir natürlich an einem Abend nicht erklären.Es gibt genug Möglichkeiten, aber Fakt ist, die Welt wird nicht mehr ruhiger da draußen und es wird nicht mehr sicherer und es wird nicht mehr langweiliger und du musst für dich eine Möglichkeit finden, möglichst täglich dein Nervensystem zu beruhigen, weil ansonsten kriegst du einen Tunnelblick und du siehst nicht mehr klar.
Yoga, Meditation, Berührung, Spaziergänge.Das ist kein Egoismus.Das ist ein Gefallen, den du uns allen tust.Ich lade dich ein, während ich diese Tipps mit dir teile, einfach mal zu schauen, was davon du bereits integriert hast und was vielleicht auf die Liste kommt.
Viertens: Wir befinden uns mittlerweile in einer kollektiven Sinn- und Wertekrise.Ein Beispiel: Es gibt gerade große Firmen auf dieser Welt, die drücken mit Vollgas KI in den Markt.Und ich bin kein Gegner von KI.
Ich arbeite selbst damit.Aber was mir auffällt, ist, das ist das heikeste Thema überhaupt.Da wird zwar am Rand ein bisschen rumgelabert über Ethik, aber im Grunde genommen scheißen die drauf.Wenn ich mit Jugendlichen heute spreche, fällt mir auf, dass viele von denen nicht mehr wissen, wozu sie etwas tun sollen und das ist krass.
Wenn ich mit Erwachsenen spreche, sagen manche Erwachsene: „Hey, eigentlich weiß ich, was mir wichtig ist, aber ich krieg’s nicht mehr zu greifen.» So, was wir brauchen, um diesen, durch diesen Tornado der Krise durchzukommen, ein Polarstern.
Und der Polarstern ist deine Antwort auf die Frage: Was ist der Sinn deines Lebens?Was sind die vier bis acht wichtigsten Werte, die du nicht kompromittieren darfst?Fünftens, ganz, ganz wichtig: Du brauchst ein soziales Mikronetzwerk.
Du brauchst nicht wahnsinnig viele Leute, aber du brauchst ein paar Leute.Die längste Studie, die je mit Menschen über Glück angestellt worden ist, die ist von Harvard, ich glaube über fast hundert Jahre durchgeführt worden, über mehrere Generationen, hat eindeutig bewiesen, so das, was Menschen am meisten Stabilität gibt, ihnen aber auch wirklich hilft, glücklich zu sein, und zwar egal, ob das Leben gerade hoch oder runter geht, sind gute Beziehungen.
So, das ist dein kleiner Kosmos.Du brauchst ein paar Beziehungen, wo du ehrlich sein kannst, wo du über alles reden kannst, bei denen du das Gefühl hast, ihr haltet euren Rücken gegenseitig.Ihr könnt euch aufeinander verlassen.Falls du jetzt gerade denkst, «Fuck, habe ich nicht, bin alleine», möchte ich dich von Herzen einladen, unsere Community auszuchecken, Homodea Tribe, weil da wirst du ganz, ganz viele wunderbare Menschen mit einem großen Herzen, mit klaren Werten, mit Respekt und der Lust auf Connection finden.
So, wenn du willst, findest du ja unten drunter einen Link.Schau einfach vorbei.Sechstens: So eine Erfahrung, die in so viel Stress macht in Krisen, ist, dass wir merken, wir verlieren die Kontrolle und dass wir realisieren, dass der Radius dessen, was wir wirklich in unserem Leben kontrollieren können, viel kleiner ist, als wir dachten.
So, wenn wir zum Beispiel die ganze Zeit darüber nachdenken, was wir nicht kontrollieren können, die großen Krisen dieser Welt, die Kriege dieser Welt, das macht uns fertig.Was hilft ist, deinen kleinen Kosmos kennenzulernen und abzustecken, okay?
Das heißt zu gucken, okay, was kannst du kontrollieren?Und ich meine jetzt nicht krampfhaft kontrollieren, aber ich meine zum Beispiel, Routinen einzuführen.Und das beginnt damit: Wann stehe ich auf?Schaue ich mir gleich die Bildzeitung an oder meditiere ich?
So, was sind kleine Rituale, die mir guttun?Für mich, aber auch zum Beispiel in meinen Freundschaften.Verabschiede dich von der Vorstellung, in Riesenschritten irgendwas verändern zu wollen, sondern finde für dich eine Möglichkeit, kleine Schritte zu gehen und glaub mir, wenn du mir vor fünf Jahren gesagt hättest, dass ich mal das Wort «kleine Schritte» in den Mund nehme, dann hätte ich dich ausgelacht.
Ähm, Demut ist ein guter Lehrmeister.So was diese kleinen Schritte helfen, ist, dass sie dein Gefühl davon, dass du selbst wirksam bist, ähm, unterstützen, dass sie deinen Selbstwert, deine Selbstachtung stärken.
Deswegen gerade dann, wenn du das Gefühl hast, du bist permanent gestresst, weil du nicht mehr hinterherkommst, reduzier den Horizont, fahr auf Sicht und schau, was du kontrollieren kannst.So, welche Rituale tun dir gut?
Welche Rituale wärmen dein Herz?Welche Rituale geben dir Sinn?Welche Rituale lassen euch miteinander lachen?Das Leben feiern, okay?Siebtens, und ich weiß, das klingt immer wie so ein Glückskeks-Spruch, aber es gibt so viele Studien, die zeigen, dass Dankbarkeit ganz, ganz viel mit uns auf mentaler, emotionaler und tatsächlich auf physischer Ebene macht.
Also wir leben in einer Zeit, da ist es so super easy, am Morgen aufzustehen und das Gefühl zu haben, es ist alles total abgefuckt.Es macht also überhaupt keinen Sinn.Die Wahrheit ist, dass es in deinem und meinem Leben jeden einzelnen Tag ganz, ganz viele kleine Gründe gibt, dankbar zu sein.
Und die aufzuzählen ist kein Eskapismus, sondern es ist Stärkung.Also finde für dich optimalerweise am Morgen und am Abend eine Möglichkeit, dich fünf Minuten hinzusetzen und aufzuzählen: Wofür bist du wirklich dankbar?
Und dann wirst du merken, du gehst gelassener und souveräner in die großen Krisen, weil du spürst einfach, wie viel du hier in dir trägst, was dir niemand mehr nehmen kann.Achtens: Um das Ganze abzuschließen, der wichtigste Schlüssel überhaupt ist keine Methode, sondern ist eine innere Haltung von «Ja».
Wenn ich mich heute rumhöre und, äh, ich stelle gerade vier Menschen Fragen und ich höre sehr aufmerksam, Aufmerksamkeit zu, dann höre ich ganz viel «Nein» raus.Und wir projizieren das Nein meist auf die anderen.
Ja?Das Land ist doof, die Bevölkerungsgruppe ist doof, der Politiker ist doof, die sind doof, die sind doof.Was dahinter steckt, ist: Ich will nicht akzeptieren, dass das meine Krise ist.Nein zu den Gefühlen, Nein zu dem Stress.
So die Angst, die wir haben, glaube ich zumindest, die größte Angst ist, wenn ich «Ja» sage, dass es mich dann überflutet.Das Gegenteil ist der Fall.So, unser Nein nährt, nährt die Krise, gibt dir ja noch Kraft.
Unser Nein macht die Krise zum Gegner, aber wir können die Krise nicht besiegen, aber wir können lernen, mit ihr tanzen und das ist eine innere Haltung von «Come on, come on, jetzt bist du schon da, jetzt gib es mir.» Du kennst sicher die Legende vom Phoenix.
So, der Phoenix sucht für sein eigenes Nest Holz zusammen.Das macht er freiwillig.Der Phoenix setzt sich auf dieses Nest und zündet das Feuer an.Der Phoenix bejaht die Krise, er geht freiwillig in die Krise und er wird zur Asche in der Krise, aber wird auch wieder neu geboren.
Und das ist die Chance und deswegen teile ich das mit dir.Wenn du «Ja» sagst zu den Krisen deines Lebens, zu den kleinen Krisen, die dich vielleicht eine Woche hadern lassen, zu den großen, oder auch, wenn du begreifst, dass das, was gerade in der Welt passiert, kein Zufall ist, dass du Part dessen bist.
Und du kannst die Welt nicht retten, aber du kannst dich retten und du kannst dich mehr mit einbringen, wenn du «Ja» sagst und wenn du dich berühren lässt.Wenn du der Krise erlaubst, unter deine Haut zu gehen und dieses Transformationssekret, was wir genauso haben wie die Raupe, zu mobilisieren, dann wirst du aus der Krise verwandelt hervorgehen.
Und ich wette, du hast das auch schon in deinem Leben erlebt.So, vielleicht ist diese Zeit, die viele von uns gerade als stressig, bedrohlich, beängstigend erlebt, nicht unser Gegner, sondern vielleicht ist diese Zeit der Wake-up-Call schlechthin für die gesamte Menschheit, weil wir ein bestimmtes Potenzial, wovon wir, glaube ich, alle wissen, dass es da ist.An Größe, an Güte, an Freiheit, an Souveränität, an Mitgefühl.
Wir leben das noch nicht.Und vielleicht brauchen wir diese Kulmination, diese Multikrise, um endlich herauszufinden, wie großartig wir eigentlich sind.Das wollte ich gern mit dir teilen und ich hoffe, es berührt dich und ich hoffe, es macht dir auch Mut und es zeigt dir, dass deine Krisen kein Fehler sind.
Wenn du tiefer einsteigen möchtest, wenn du Bock hast, das mit mir gemeinsam noch praktischer zu erfahren, dann möchte ich hier an dieser Stelle, ich weiß, ist relativ kurzfristig, aber ich möchte einfach die Info an euch weitergeben und sagen, wir geben am 17.12.
Ein Vier-Tages-Seminar z– genau zu diesem Themen.Das ist für Privatpersonen, aber auch speziell für Menschen, die Wegbegleitenden Coaching, Therapie, Pädagogik, als Führungspersonen tätig sind, die sagen: «Hey, ich will mich, mein System, aber auch die Menschen, die ich begleite, Krisen fester oder Krisen weicher machen.» Da möchte ich dich von Herzen zu diesem Seminar einladen, was nicht nur ein Seminar ist, sondern woran sich eine zweimonatige Integrationsphase anstifft.
Also live finde ich persönlich immer besser.Also alles, was ich zum Thema Resilienz, Kollapspsychologie et cetera weiß, gebe ich in diesem Seminar sehr, sehr gern an dich weiter.Und der letzte Tipp: Damit nerve ich gerade jeden, weil ich glaube, dass dieses Buch, das Buch ist für diese Zeit und dass es wirklich gut tut.
Auch in diesem Buch geht es um die Krisen unseres Lebens und dieser Zeit, möchte ich dich von Herzen einladen, meinem neuen Buch eine Chance zu geben.»Stunde der Wahrheit» findest du auch unten drunter einen Link.
Kommt jetzt Anfang Dezember raus.Ich danke dir ganz, ganz doll.